AP 4000 Simulationsmodell

Im Arbeitspaket 4000 werden Simulationsmodelle erarbeitet, mit denen der IST‐Stand des Kraftstoffverbrauchs von landtechnischen Verfahrensketten, historische Werte um 1990 sowie das Potential zukünftiger Entwicklungen abgebildet werden können. Zur Identifikation und Abbildung des Kraftstoffverbrauches eines Betriebes ist eine Kombination aus Einzelmaschinen- und Verfahrensmodellen zu schaffen.

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Jedes Einzelmaschinenmodell besteht aus einem vorher festgelegten Aufbau mit vordefinierten Baugruppen. Die Anforderungen sowie die Detailierungstiefe kann je nach Modell variieren und ist maßgeblich von der verfügbaren Datengrundlage abhängig. Neben den Baugruppen werden Managementsysteme wie beispielsweise Antriebsstrangmanagementsysteme oder Strategievorwahlmöglichkeiten abbildbar sein. Als Ergebniswird der zeitbezogene Kraftstoffverbrauch ausgegeben (l/h).

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Parallel zu dieser Arbeit wird ein Simulationsmodell aufgebaut, mit dem sich die Zusammenhänge und Abhängigkeiten gesamter Prozessketten analysieren lassen. Die landwirtschaftlichen Maschinen werden als Agenten dargestellt, um Ihnen Fähigkeiten der Abarbeitung von Arbeitsschritten mitgeben zu können. So werden Verfahrensmodelle aufgebaut, bei denen der landwirtschaftliche Betrieb mit seiner Struktur und Maschinenausstattungen hinterlegt ist. Weiterhin können auf diesem Wege die Zeitanteile der Maschinen im Einzel‐ und Mehrmaschineneinsatz pro Maschine detailliert aufgeschlüsselt und ausgegeben werden.


Nach der Zusammenführung beider Modelle zu einem anwendungsnahen Tool lassen sich Aussagen zu Veränderungen des Kraftstoffverbrauchs eines landwirtschaftlichen Betriebes machen. Aus den erzielten Ergebnissen der zeitbezogenen Kraftstoffverbräuche und den benötigten Zeiten einzelner Teilaufgaben werden mit Hilfe weiterer Angaben Kraftstoffverbräuche landwirtschaftlicher Betriebe ermittelt und auf die produzierte Getreideeinheit bezogen. Dadurch lassen sich die Auswirkungen von Änderungen in der technischen Ausstattung, in der Betriebsstruktur und im organisatorischen Ablauf sowie deren Auswirkung auf den Kraftstoffverbrauch unter Berücksichtigung der qualifizierten Effizienz (vgl. AP 3000) abbilden.


Ziel ist es ein Tool zu entwickeln, welches Maschinenhersteller, Berater, Verbände, Forschungseinrichtungen und Prüfinstitute zur Erstellung von Handlungsempfehlungen für den effizienten Kraftstoffeinsatz (vgl. AP 6300) verwenden können.

 

Leitung: Lennart Trösken TU Braunschweig