AP 1000 Datenerhebung

Im Arbeitspaket 1000 Datenerhebung liegt die Teilprojektleitung beim Institut für Agrartechnik der Universität Hohenheim. Hierbei wird, in Kooperation mit dem KTBL (Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft), dem Johann Heinrich von Thünen-Institut sowie den im Projekt beteiligten Industriepartnern, die Entwicklung der Kraftstoff- und Energieverbräuche von 1990 bis heute dargestellt. Dazu werden aus anerkannten Datenbanken und mit Unterstützung der Projektpartner die Energiebedarfe relevanter Maschinen für landwirtschaftliche Prozessketten abgebildet. Auf Basis der erhobenen Daten lassen sich in einem eigens erstellten und validierten Simulationsmodell Einsparpotentiale ermitteln. Es wird davon ausgegangen, dass insbesondere im Bereich der Bodenbearbeitung und Aussaat keine hinreichende Datenbasis in der projektrelevanten Qualität verfügbar ist. In Zusammenarbeit mit den Landtechnikherstellern sind deshalb Messungen in den Jahren 2017 und 2018 geplant, um identifizierte Datenlücken zu schließen und darüber hinaus zukünftige Prozesslösungen und Technologien, welche bisher nicht in einschlägigen Datenbanken aufgenommen worden sind, zu erfassen.

Neben der rein inhaltlichen findet im Rahmen des Projektes EKoTech auch eine empirische Datenerhebung statt. Hierzu werden Experten aus Landwirtschaft und Industrie zur Entwicklung landwirtschaftlicher Prozessketten und zur Nutzung von Technologien mit signifikantem Kraftstoffeinsparpotential befragt. Die abschließende Plausibilitätsprüfung durch Experten sowie den Abgleich mit Kalkulationen anerkannter Institutionen stellt eine valide Datenbasis für die weitere Verwendung im Projekt und darüber hinaus für zukünftige Kalkulationen sicher. Somit leistet das Arbeitspaket einen wichtigen Beitrag zur Verfeinerung einschlägiger Datenbanken, um landwirtschaftliche Prozesse zukünftig besser abbilden zu können.

 

Leitung: Julian Schwehn Universität Hohenheim